WestfalenpostWestfalenpost (Lokalteil Hagen) - Montag, 4. Dezember 2006

Ortsnähe ist das Geheimnis

Weihnachtsmärkte in Dahl und Haspe: Treffpunkte der Bürger in den Stadtteilen

Von Hanna Goldschmidt

VOLMETAL / HASPE.

Der Platz vor dem „Haus Dahl" im gleichnamigen Ortsteil wurde am Wochenende - ebenso wie der Platz vor der evangelischen Kirche in Haspe - zum „Winterwunderland".

Auch der 19. Weihnachtsmarkt in Dahl wurde wieder zum Treffpunkt für das gesamte Volmetal. Trotz des wenig winterlichen Wetters ließen sich die Besucher Glühwein, den beliebten Volmetaler Eierpunsch oder frische Crepes nicht entgehen.

Von der Interessengemeinschaft Volmetaler Weihnachtsmarkt geplant und organisiert, gibt es hier keinerlei kommerzielle Gedanken. Der Erlös des Marktes kommt jedes Jahr einer anderen regionalen sozialen Einrichtung zugute, diesmal dem Evangelischen Altenheim in Dahl.

Klaus Beyer, der im Fischstand des Evangelischen Altenheimes aushalf, kann bereits auf 13 Jahre Weihnachtsmarkt-Erfahrung zurückblicken. „Früher wollte man einfach vom großen Markt in Hagen unabhängig sein und seinen eigenen Treffpunkt haben", erklärte er. Die Ortsnähe sei das Geheimnis des großen Zuspruchs.

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Der evangelische Posaunenchor Dahl unterhielt die Besucher des Volmetaler Weihnachtsmarktes in Dahl mit adventlichen Liedern. Fotos: Michael Kleinrensine

Tatsächlich genießen vor allem Ortsansässige die bezaubernde Atmosphäre zwischen den Buden. „Das besondere an unserem Weihnachtsmarkt ist, dass sich hier alle kennen", bestätigt Heinz Schünemann aus Rummenohl. „Wir sind wie eine Familie."

Neben lokalen Anbietern können in Dahl natürlich auch Gäste ihre Hütten aufbauen. Bianka Wagner zum Beispiel bietet Adventskalender, Weihnachtsschmuck und Likör - alles selbst hergestellt, das meiste davon in den letzten vier Wochen. „Der Markt ist so gemütlich", schwärmte die junge Frau und ergänzt stolz: „Ich verkaufe nur hier."

Stolz darf man als Verkäufer auch sein, denn auf dem Platz neben der Dahler Kirche ein paar Quadratmeter zu ergattern, ist gar nicht so einfach.

Ein adventliches musikalisches Rahmenprogramm rundete das Marktgeschen in Dahl ebenso ab wie in Haspe ab. Und der Nikolaus besuchte hier wie dort die Kleinen. Auf dem Platz vor der evangelischen Kirche in Haspe konnten die Besucher die stimmungsvolle Atmosphäre genießen, für die die Hasper Vereine mit einem eindrucksvollen kunsthandwerklichen und kulinarischem Angebot gesorgt hatten. In Haspe profitieren von dem traditionellen Adventsmarkt beide Seite: die Vereine selbst und soziale Einrichtungen wie die „Corbacher 20", die sich über das Standgeld freut.

 


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